So verbringe ich die Tage nach dem Arztbesuch mit mehreren Besuchen im Botanischen Garten, dem Spazieren durch die Stadt und interessanten Gesprächen im Hostel. Gerade mit Martin, dem Fahrradkollegen von Siegfried komme ich schnell ins Gespräch. Denn dieser hat neben der Fahrradtour noch kurz einen IronMan (3,8 km Schwimmen, 180 km Fahrrad und 42 km Laufen) in Wanaka zwischengeschoben. So gibts einiges an Gesprächsthemen und Triathlon-Trainingstips auf dem sonnigen Hinterhof vom Vagabond.

Martin (li.) und Siegfried (re.)
Nach einem nochmaligen Besuch im Canterbury Chess Club am Mittwoch abend folgte am nächsten Tag eine der Attraktionen Neuseelands:
Die Fahrt mit dem Tranzalpine Railway von der Ostküste (Christchurch) zur Westküste (Greymouth). Dies gilt als eine der schönsten Zugstrecken Neuseelands. Und eine wichtige für mich, denn dies war die Strecke, die ich eigentlich mit dem Fahrrad abfahren wollte. Selbiges hatte ich übrigens samt Gepäck in Christchurch gelassen, um mich nur mit dem Nötigsten ausgerüstet zum Franz Joseph Glacier (Gletscher) zu begeben.
Aber erstmal drei Bilder von der Zugfahrt...



Eine Tour mit krassen Landschaften. Gerade, weil der Zug eben auch größtenteils an Stellen vorbeikommt, wo sich kein Auto oder Fußgänger hin verirren kann.
In Greymouth angekommen brachte mich der Bus entlang der Ostküste weiter Richtung Süden und kurz nach fünf war ich in Franz Joseph.

Hier hab ich eine sehr gemütliche Unterkunft bestehend aus einem 4-Bett-Zimmer nur für mich und einem direkt angeschlossenem Bad. Ein top Hostel! Auch kann ich mich noch mit Emma, einer kanadischen Fahrradurlauberin über mögliche Touren auf der Nordinsel austauschen.

Und am nächsten Tag gehts zur lang ersehnten Gletscherwanderung zum Franz Joseph Glacier. Es ist eine geführte Tour von fünf Stunden, wobei wir uns laut Broschüre zwei Stunden auf dem Eis befinden. Nach der Ausstattung mit Regenjacke, Wanderschuhen und Spikes bringt uns der Bus zwei Kilometer vor den Gletscher. Los gehts mit einem Walk durch den Regenwald (ja, auch den gibts hier und glücklicherweise ohne Blutegel!).


Raus aus dem Regenwald brauchen wir noch eine gute halbe Stunde, bevor es bergauf geht. Die Landschaft ist echt beeindruckend und hat selbst bei einem Wandermuffel wie mir Lust auf mehr gemacht... Anne wird sich freuen...:-)

Oben angekommen bringen wir die Spikes an und ab gehts ins Eis...Yeah!!


Es macht riesigen Spaß hier zu sein. Auch wenn wir uns im Eis befinden, ist es nicht sehr kalt hier, einige sind auch mit kurzen Hosen unterwegs. Doch irgendwann neigt sich auch das Eiswandern dem Ende zu und wir lassen die Höhenmeter hinter uns...

Ein echt geiler Ausflug! Es war von allem etwas dabei: Schnee, Eis, Sonne, Wasser, Wandern, Regenwald... sehr typisch für Neuseeland.
Etwas geschafft bin ich schon und so überlege ich, einfach zurück ins Hostel zu gehen. Doch im Ausflug zum Gletscher ist auch noch der Eintritt zu den "Hot Pools" mit dabei. Ich raff mich nochmal auf, packe Handtuch und Badehose ein und bereue meine Entscheidung keine Sekunde...


Das tut echt gut nach dem Ausflug. Das Wasser ist erhitztes Gletscherwasser, vorrätig in 36, 38 und 40 Grad Pools, von denen ich einen nach dem anderen austeste. Ergebnis: Sehr gut.
Was für ein Tag. Dafür stell ich doch gern mal mein Fahrrad zur Seite...:-)
Position:Franz Joseph, West Coast






































