Distanz: 85 km (gesamt: 85 km)
Zeit (brutto): 9 h
Heute war es einfach zu viel. Und ausgerechnet gleich am ersten Tag...:-(
Aber eins nach dem anderen. Der Schachabend ging bis 24 Uhr und so saß ich erst kurz vor 11 auf dem Rad (wobei das Packen und Aufladen aufs Rad einiges an Zeit in Anspruch nimmt).

Gut gelaunt gings los, Ziel ist Akaroa, ca. 80 km entfernt. Kurz aus Christchurch raus, wartet auch gleich der erste Pass (Dyers Pass). Die Straße ist extrem steil und ich schaffe es mit Müh' und Not eine Rentnerin (Fußgänger) zu überholen. Aber das mit dem Anstieg ist schon in Ordnung, schließlich muss es irgendwann auch wieder runtergehen. Und mit einem tollen Ausblick auf Christchurch werde ich auch belohnt:

Doch hier ist nicht genug. Es geht immer weiter nach oben und zunehmend wird es windiger und kühler, sodass der erste Kleidungswechsel ansteht. Die Landschaften sind atemberaubend. Das gleicht auch den Gegenwind, der zum Anstieg dazu kommt, aus.

Oben angekommen (wo extrem starker Wind bläst) freue ich mich, dass der Anstieg geschafft ist und gleich die Abfahrt auf mich wartet.
Ich werf noch einen Blick abwärts ins Tal auf den Governors Bay und dann gehts los.

Unten angekommen wartet ein Cafe auf mich und ich kann kurz Bilanz ziehen. Drei Stunden unterwegs, 30 km. An sich nicht berauschend, liegt aber einfach an der Strecke. Und gleich gehts ja in der Ebene weiter.
Das stellt sich auf den nächsten Kilometern zwar als richtig heraus, doch kommt jetzt ein krasser Gegenwind dazu, der mich nur minimal schneller fahren lässt, als die Tour bergauf. Langsam merke ich alle beanspruchten Körperteile und muss immer häufiger pausieren. Bis Akaroa sind es aber noch 45 km. Die Strecke zieht sich weiter hin und nach Erreichen von Little River (25 km vor Akaroa) überprüfe ich, ob denn nun noch Anstiege kommen. Es stellt sich raus, dass es nicht einer, sondern vier bis fünf sind! Jetzt merke ich auch den Kopf und obendrein neigen sich die Süßigkeiten- und Wasservorräte dem Ende.
Die Anstiege werden im Wechsel von Fahren, Schieben, Fluchen ("Scheiß Neuseeland", sorry, irgendwann wirds emotional) und Pausemachen genommen. Und irgendwann, genauer gesagt 20 Uhr erreiche ich Akaroa. Die Hostelinhaberin ist extra nochmal wiedergekommen, um mir den Schlüssel zu überreichen. Gleich danach mache ich mich noch in die Restaurantzeile und komme kurz vor Küchenschluss in ein Thai-Restaurant. Ein Traum!
Erkenntnis des Tages:
Kürzere Strecken, weniger Gewicht (brauch ich das Zelt wirklich!?) und mehr Schokolade!
Position:Bon Accord Backpacker Hostel, Akaroa
Tolle Landschaft! Falls du Gandalf begegnest, richte ihm bitte nen schönen Gruß aus. :)
AntwortenLöschenDas mit dem Hoch- und Runter haben wir dir ja schon zur Abschiedsfeier gesagt. :belehr: Fahr lieber ne kleinere Runde durch Neuseeland... :)
Grüße aus Dresden
T
Morgen bitte an die Lottozahlen denken ... ich geiere schon die ganze Woche darauf. F
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