Distanz: 59 km (gesamt: 1.668 km)
Bruttozeit: 5:30
Diese Nacht verläuft leider auch nicht besser als die vorhergehende. Zwar kann ich recht gut einschlafen, da nur ein Franzose mit in dem 6er-Raum schläft. Doch mitten in der Nacht, genauer 2:49 Uhr (!!) kommen vier Mädels ins Zimmer, die nun die restlichen vier Betten belegen. Na ja, nächste Nacht bin ich ja woanders.
Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es zunächst 13 km bis zur Fähre, die mich nach Whitianga, die größte Stadt der Umgebung bringt.

Der Kapitän (?) fragt, wo ich hin will, worauf ich entgegne, dass ich nach Coromandel will. Er sagt mir das, was mich auch mein Reiseführer schon wissen ließ: Es wird hügelig! Sechs größere Hügel sind zu überwinden, kurz vor Coromandel Town wartet mit 370 Höhenmetern der höchste auf mich. Von der Kilometerzahl ist es ab Whitianga allerdings gar nicht so weit, noch 42 km.
Bei Kilometer 30 lege ich in Kuaotunu meine Mittagspause ein.

Es gibt Pizza! Hmm, lecker!
Davon gestärkt geht es weiter auf und ab. Bei Kilometer 51 geht es für 3 km steil bergauf. Wieder wechseln sich Schieben und Fahren ab, Wechsel immer nach 50 Höhenmetern. Doch bald hat auch das ein Ende und oben angekommen blicke ich zurück:

Ab jetzt geht's nur noch runter! Und dabei kann ich Coromandel Town erblicken:

Am Fuße des Berges hab ich nicht lange Gelegenheit, mich ausrollen zu lassen, denn die Tui Lodge, meine Unterkunft hier, erreiche ich schneller als erwartet.
Das Hostel ist in Ordnung, wenn es auf mich auch eher einen etwas legereren Eindruck macht. Ursprünglich hatte ich geplant, hier noch einen weiteren Tag zu bleiben und eine kombinierte Bus- und Wandertour zu machen. Doch zum einen ist nicht klar, ob die Tour morgen stattfindet (später stellte sich heraus, dass sie nicht stattfindet), andererseits zieht es mich jetzt auch nach Auckland, was das Ende meiner Fahrradtour darstellt. Ich will einfach ankommen!
Also bleibe ich nur die Nacht. Bald treffe ich hier auch eine Backpackerin aus Rotorua wieder, mit der ich mein Abendbrot einnehme. Im Übrigen ist das Essen, was ich aus Deutschland am meisten vermisse, deutsches Brot! Was mir auch durch Reinhard Meys Lied "Das Butterbrot" immer wieder bewusst wird.
http://www.youtube.com/watch?v=9FloBhCa6mA&feature=youtube_gdata_player
Also gibt es heute abend Pumpernickel-Brot mit Salami. Na das erinnert zumindest an deutsches Brot.
Bald stoßen auch noch zwei Österreicher dazu. Wir alle haben die gleiche Richtung vor uns: Auckland.
Während die drei morgen selbiges schon erreichen, habe ich Thames noch als Zwischenziel. Meine vorletzte Etappe!
Position:Tui Lodge, Coromandel Town
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