Distanz: 62 km (gesamt: 1.919 km)
Bruttozeit: 5:45
Auckland, mit 1,5 Mio. Einwohnern (von insgesamt 3,5 Mio.) die größte Stadt Neuseelands, bringt mich mehr dazu, schnell das Weite zu suchen. Hier ist mir einfach zu viel Trubel und ehrlich gesagt kann ich mein Fahrrad noch nicht wegstellen. Also verbringe ich den Ruhetag damit, meine weitere Tour zu planen und ein paar organisatorische Dinge zu erledigen. Aber das Zentrum will ich schon auch nochmal sehen, also rauf auf die Haupteinkaufsstraße Aucklands: die Queens Street!


Der Sky Tower, von dem bei Bedarf auch Bungee Jumps gemacht werden können
Wie gesagt, in Auckland kann man einiges machen, doch ich belasse es bei einem abendlichen Kinobesuch und schwinge mich am nächsten Tag lieber aufs Fahrrad.
Die Tour führt mich auf der Great North Road bei einigem Autoverkehr auch über Massey, an der z.B. Richie eine Zeit lang studiert hat. Sie war einst eine Partneruniversität der TU Dresden, doch diese Kooperation existiert nun nicht mehr und somit darf man mehrere Tausend Euro pro Semester auf den Tisch legen, um hier studieren zu dürfen. Generell ist mir in einigen Gesprächen aufgefallen, wie günstig es ist, in Deutschland zu studieren, selbst in den Bundesländern, in denen Studiengebühren erhoben werden. Aber das nur nebenbei...
Von Massey habe ich nochmal einen super Blick auf die Innenstadt von Auckland (Bild vergrößern):

Die Strecke ist wieder einigermaßen hügelig und so brauche ich einige Zeit, ehe ich über Riverhead, Coatesville und Silverdale am Red Beach ankomme.

Hier übernachte ich nicht im Hostel, sondern bei Mike Steadman, gegen den ich beim Schachturnier in Wellington gespielt habe und der mir dieses Angebot bei der Analyse unserer Partie machte. Ich schrieb ihn also am Ruhetag in Auckland an und fragte per SMS, ob ich eine Nacht bei ihm bleiben kann. Blitzschnell kam seine Antwort per SMS: "No problem to stay over. I'll email you my address, leave the back door open, help yourself"
Na hier wird einem ja Vertrauen geschenkt!

Bei meiner Ankunft lachen mich die Schachbücher, -brett und -figuren im Wohnzimmer schon an, langweilig wird mir also nicht. Nach der Dusche und dem Einziehen in das Zimmer seines Sohnes kommt Mike an. Wir unterhalten uns ein bisschen und sitzen wenig später beim Thai zum Abendbrot. Es macht Spaß, sich mit ihm über seine Familie, seinen Beruf als IT-Projektmanager, die Liebe zum Sport und natürlich zum Schach zu unterhalten. Und der letzteren müssen wir am Abend natürlich nochmal nachgeben...:-)
Position:Red Beach, Auckland
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen