Mit Starter Package mache ich mich vom Hostel aus zum 15-minütigen Spaziergang zum Event Centre, dem Start- und Endpunkt. Zwischenzeitlich regnet es stark, doch dreht es sich auch wieder recht schnell.
Ich gebe meine Sachen bei der Gepäckabgabe ab und mache mich auf zum Start. Hier ist einiges los! Insgesamt 5.000 Teilnehmer hat der Rotorua Marathon mit allen Disziplinen (Marathon, Halbmarathon, 10 km und 5 km, jeweils zum Gehen und Laufen).
In meiner Disziplin gibt es 470 Starter, allerdings starten wir zusammen mit dem 5 km-Lauf und -Walk sowie dem 10 km-Walk. Dadurch kommt es im Startbereich zu einigem Gedränge, aber die Zeit wird sowieso erst bei Überschreiten der Startlinie gemessen.
9:45 Uhr ist der Startschuss. Mein Ziel ist es, unter 50 Minuten anzukommen. Nachdem sich die Massen verteilt haben und vor allem die Geher alle hinter einem sind, habe ich richtig Platz. Die Landschaft ist mit den Thermalquellen und Schlammpools echt beeindruckend und einzigartig für ein Laufevent. Auch am Wasser zu rennen macht Spaß. Doch die Strecke zieht sich und ich versuche mir jemanden zu suchen, an dem ich die ganze Zeit dran bleiben kann und nicht mehr über die eigene Geschwindigkeit nachdenken muss. Bald habe ich jemanden und bei knapp 23 Minuten ist die erste Runde von zweien geschafft. Die Muskeln spielen gut mit, auch wenn ich einige Zeit nicht mehr laufen war. Aber auch das Sportgel gibt Energie. Nach der zweiten Runde laufe ich durchs Ziel und bin mit der Zeit recht zufrieden: 46 Minuten und 57 Sekunden.

Ziel erreicht und die Qual hat ein Ende. Leider gibt es im Ziel nur Wasser, jedoch keine Äpfel, Bananen, usw., wie ich es von anderen Laufevents kenne. Aber gut, war trotzdem cool. Ich hole meine Sachen und trink dann noch einiges.
Auf dem Weg zurück entdecke ich, dass die ersten Ergebnislisten aushängen. Ich bin positiv überrascht: ich bin 23./470 geworden, was ich bei der Zeit nicht erwartet hätte. Aber umso besser!
Im Ziel wird es derzeit immer voller.

Ich mach hier los und ins Hostel, wo ich mich etwas akklimatisiere und Mittag esse. Doch ich muss mich ranhalten, denn 14:30 Uhr geht's zum Rafting bei den Kaituna Cascades.
Eine coole Gruppe und drei erfahrene Rafter. Aber erstmal ist Umziehen angesagt.

Nach einer kurzen Einweisung steigen wir ins Auto und wir werden zum Kaituna Fluss gefahren.
Die Strecke macht extrem Spaß und einmal fahren wir an einem 7m hohen Wasserfall runter! Hier hat sich das Boot schon häufig gedreht, wir bleiben aber verschont.
Das Rafting dauert 45 Minuten und ist damit viel zu schnell vorbei. Aber gut, erlebt haben wir ja einiges. Es wurden vom Veranstalter auch Fotos gemacht, doch diese sind mir mit umgerechnet 20 Euro zu teuer.
Der Shuttle bringt uns zurück nach Rotorua. Da es 16:30 Uhr ist und die Siegerehrung vom Marathon 17 Uhr beginnt, frage ich den Fahrer, ob er mich zum Event Centre bringt, was er prompt tut.
Dort herrscht nicht nur eine Riesenstimmung, es sind auch echt viele Leute hier!


Es wird eine große Show veranstaltet und es ist Wahnsinn, in welchem Alter manche Leute noch Halbmarathon laufen! Eine 85-jährige Frau ist dabei und erhält neben drei anderen 80+-Frauen einen Ehrenpreis!
Auch werden Zufallspreise (Fahrräder, Reisen, ...) vergeben, was die Preisverleihung auch für die Leute interessant macht, die keine Chance auf einen Preis haben. So wie ich...;-)
Daraus wird dann zwar nichts, spannend war es trotzdem.
Während wir abends im Hostel noch zusammensitzen und uns über unsere Reisen austauschen, passiert für eine junge Asiatin noch etwas unangenehmes. Sie geht duschen und sieht beim -nach-oben-blicken, wie jemand eine Kamera in ihre Dusche hält. Sie erzählt uns verstört davon, weiß, wer es war und geht dann zur Inhaberin Anja. Die beiden stellen ihn zur Rede. Er leugnet dies und auf seiner Kamera lässt sich nichts finden, wodurch er nicht rausgeschmissen wird. Die Asiatin ist nicht allein da, sondern hat noch eine Freundin da. Auch Anja spricht mit ihr. Sie ist also in guten Händen.
Ansonsten ist alles sehr ruhig im Hostel, es ist schön hier zu sein. Wir sitzen bei einem selbst gebackenen Kuchen am Tisch und tauschen Reiseerfahrungen aus. Und so bekomme ich auch noch einen Tipp, wo ich im Norden von Auckland unbedingt noch hin sollte.
Zum Abschluss noch ein paar Bilder, wie es im Hostel eigentlich aussieht:

Die Lesecouch im Wintergarten

Das Wohn- und Esszimmer

Blick in den Außenbereich
Position:Funky Green Voyager, Rotorua
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen