Es ist der kleinste, oft aber als der am schönsten beschriebene Nationalpark Neuseelands. Er besteht aus 51 km Wanderweg, wobei sich bergige Anstiege, Regenwald und Strand abwechseln. Kajak fahren, wandern, schwimmen, Robben sehen, Wassertaxi fahren, aber auch Zelten bilden hier die Hauptaktivitäten. Daher sind einige Urlauber auch mehrere Tage unterwegs.
Für mich bleibt allerdings nicht so viel Zeit und so buche ich eine kombinierte Wassertaxi-, Kajak- und Wandertour.
Los gehts in Kaiteriteri, wo uns das Wassertaxi abholt.

Meine Sachen hab ich schon gewechselt, was dazu führt, dass ich mit Camelbag ("Kameltasche", kleiner Rucksack mit Trinkwassersystem), meinen Schuhen und Jacke, Pullover und langer Hose einfach zu viel Zeug mitschleppe. Ursprünglich dachte ich, dass ich es irgendwo im Office unterbringen kann, doch dem ist nicht so. So setze ich mich also voll beladen ins Wassertaxi und hoffe, erstmal eine Weile nicht aufstehen zu müssen. Die Fahrt ist super!

Irgendwann kommen wir am Strand an, wo Zeit zum Umziehen und dem Vorbereiten auf die Kajaktour bleibt. Gott sei Dank gibt es in einem solchen Kajak echt viel Platz und somit bin ich meine Sachen für die nächsten zwei Stunden los. Es sind Zweier-Kanus, meine Boots-Genossin ist Danja aus der Schweiz. Sie ist recht zurückhaltend, was Redebeiträge angeht, aber nicht unsympatisch.
Nach einer kurzen Kajak-Einführung durch unseren Guide Craig gehts dann endlich aufs Wasser!

Total geil die ganze Sache! Zwar geht es anfangs nicht so schnell und auch die Auswirkung von Paddel- und Fußpedalbewegungen (Lenkung, keine Zusatzbeschleunigung) noch etwas unsicher, doch das pegelt sich immer mehr ein und das Vergnügen steigt an. Dies zeigt sich auch durch die zunehmenden akrobatischen Übungen der Teilnehmer... Ein kurzer Einblick:
Munter geht es weiter, die Landschaften bleiben einzigartig, ich könnte hier noch Stunden verbringen!


Doch irgendwann nähern wir uns Bark Bay und wir verlassen die Kajaks (natürlich nicht, ohne nochmal richtig nass zu werden!).

Dafür gibt es jetzt Mittag:
Sandwich, ein kleines Stück Kuchen und Kaffee. Ich lauf kurz durchs Wasser, ruh mich aus und leg mich in die Sonne.
Vor uns liegt jetzt noch eine zweistündige Wanderung: von Bark Bay nach Torrent Bay.
Ich laufe die Strecke zusammen mit Danja. Wir reden über unsere Reiserouten und ich bekomme gleich noch ein paar Instruktionen über Switzerdütsch.
Die Strecke läuft sich angenehm und vergeht recht schnell.


Irgendwann erreichen wir die Swinging Bridge.

Diese zeigte uns unser Kajak-Guide Craig schon auf dem Wasser. Daraufhin die Frage einer Teilnehmerin: "What's a swinging bridge", worauf Craig die kurze und prägnante Antwort fand: "It's a bridge that swings."
Schade, dass ich nicht mehr zur Schule gehe... Aber ich hab ja noch die Verteidigung meiner Diplomarbeit vor mir...:-)
In jedem Fall gab es von der Swinging Bridge nochmal einen tollen Ausblick:

Kurz nach drei kommen wir dann am Torrent Bay an und wenig später erscheint dann auch schon der SeaShuttle.

Die Rückfahrt durch die salzige Meeresluft tut nochmal richtig gut und mit der Ankunft in Nelson geht ein einzigartiger Ausflug zu Ende!
Den Abschluss des Tages bildete dann der Filmabend im Hostel. Alan empfahl uns den Film "The World's Fastest Indian" (dt: "Mit Herz und Hand") mit Anthony Hopkins, der in seinen (Alan's) Augen sehr gut die neuseeländische Can-Do-Mentalität, also mit einfachen Mitteln sehr weit kommen, wenn der Wille stimmt, rüberbringt.
Und er ist echt empfehlenswert!
In diesem Sinne hat er mir nochmal viel für das bevorstehende Schachturnier in Wellington, als auch für die weitere Fahrradtour mitgegeben.
Erkenntnis des Tages: Zwei extrem wertvolle Tage!
Position:Picton, cafe cortado
Wie willst du nur je wieder gut machen, dass du uns hier total neidisch machst;-)??
AntwortenLöschenSounds like a really great trip!!
Take care, Caro